
D. GORTER
(Diego Gortaire,
Quito 1967)
Maler und
Poet
Der ecuadorianische Maler Diego Gorter (phonetische Umschrift von Gortaire)
war zuerst Poet. Das malerische Werk des Autodidakten und Sohn eines Malers
läßt uns eine gewisse Vermischung der Farben, ihre Verschmelzung
an den Übergängen der Tusche und ihre Zonen des Hervorhebens und
der Weitläufigkeit sehen. Sie stellen vor unseren Augen die organischen
und chromatischen Wirkungen (der Höhlen) von Lascaux und Altamira wieder
her und jenseits von ihnen die geheimnisvolle Natur und deren Spieglungen
von Licht und Schatten.
„Seine Farben wie seine Handschrift sind chinesisch und diese, wie ihre Lage im Raum, sind von einer tiefen taoistischen Herkunft. Der plastische Raum von Gorter ist der Ort, an dem sich das Leere und das Volle abwechseln, das Yin und das Yang, der Ort, an dem sich diese Pole gegenüberstehen und miteinander kommunizieren. Vielleicht erhellen und verschleiern diese Zeilen von Chuang-tzu, Philosoph des Tao, die Reise durch seine Farben und geben das Geheimnis zurück, aus dem die Malerei geboren wird: - Im Ursprung gibt es Nichts; das Nichts hat keinen Namen, aus dem Nichts wird das Eine geboren; das Eine hat keine Form. - “, Cristóbal Zapata
Boletin
Zeitschrift der Deutsch-Ecuadorianischen Industrie- und Handelskammer
Februar 1999
Künstlerisches Konzept
Für mich stellt die Malerei nicht nur einen Ausdruck dar, sondern sie ist zugleich auch Bedürfnis des Malers, mit dem Betrachter in einen Dialog einzutreten. Die Farben haben ihre eigene Sprache und deshalb ihren eigenen Rhythmus. Es gibt innere Stimmen, die man nicht übersetzen oder in Worte fassen kann, die Farben können dann sprechen. Malen, sowohl abstrakter Bilder als auch neofigurativer, ist das Reden aus dem Inneren wie auch aus dem Äußeren unseres Selbst. Meine abstrakten Bilder, sie fassen die Idee des Flusses in unserem Organismus zusammen, sowohl dessen Ausbruch als auch die Schwindelgefühle, die er verursachen kann - eine Form des Ausdrucks, der über die lebenswichtige Bewegung und ihre kleinsten Einzelheiten spricht, die sich in beständiger Veränderung fortsetzt. Innerhalb der neofigurativen Bilder ist der Körper der äußere Ausdruck und Produkt der inneren Bewegung. Das heißt, sowohl der Körper als auch der Geist haben ihre eigene Form des Ausdrucks, und trotzdem sind sie eins. Dieses Gleichgewicht ist das gleiche, wie in der Natur. Meine Idee ist das Einfangen des Ausdrucks dieser Einheit, ohne auf reale Formen bestehen zu müssen. Der Betrachter der Arbeit hat die Möglichkeit zur Kommunikation, kann sich nach seinem Belieben in diesem Prozeß ausdrücken. Die benutzten Materialien sind Tusche und Wasser. Ich glaube, daß diese Materialien eine größere Spontanität erlauben als andere. Tusche ist sehr ausdrucksstark und ihre Sprache ist sehr fein.
Diego Gortaire
AUSSTELLUNGEN:
| September 1994: | Galerie Lommisegg (Zürich - Schweiz) -I- |
| Dezember 1995: | The British Council (Quito - Ecuador) -I- |
| Oktober 1996: |
Centro Cultural Benjamín Carrión (Quito) -I- |
| Januar 1997: | Sparkasse Lüneburg (Deutschland) -I- |
| Juni 1997: | Casa de la Cultura, Núcleo del Azuay (Cuenca - Ecuador) -I- |
| Mai 1998: | Metropolitan Touring (Quito) -I- |
| November 1998: | Institut Alexander von Humboldt (Guatemala) -I- |
| September 1999: | Galerie-Café Kleisther (Berlin) -I- |
| Oktober 1999: | Grand marché (Hamburg) -G- |
| Februar/März 2000: | Galerie Kuckucksnest (Berlin) -I- |
| April 2000: | Formart (Glinde-Deutschland) -G- |
| Juni 2000: | Grand marché (Berlin) -G- |
| Juni 2000: | Elbart 2000 (Hamburg) -G- |
| Oktober/November 2000: | Dresdner Bank Spandau (Berlin) -I- |
| Juli 2001: | Elb Art NN (Handelskammer Hamburg) -G- |
| Dezember 2001: | Galerie Pillango (Berlin) -I- |
| Januar 2002: | Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek (Berlin) -E- |
| Februar 2002: | Botschaft von Ecuador (Berlin) (zusammen mit D. Bustamante) |
| März 2002: | Technische Universität(Berlin) -I- |
| März 2002: | Iberoamerikanische Gesellschaft (Kiel-Deutschland) -I- |
| Oktober 2002: | Elb Art NN (Handelskammer Hamburg) -G- |
| Dezember 2002: | Galerie Panketal (Berlin-Zepernick) -I- |
| August 2003: | Internationale Ausstellung „United Buddy Bears“ - in Vertretung Ecuadors (Berlin) |
| September 2003: | Die Fabrik (Worms-Deutschland) -I- |
| Oktober 2003: | Ev. Kirche Berlin-Wartenberg -I- |
| Oktober 2003: | Casa de la Cultura - (Sala O. Guayasamin) (Quito - Ecuador) -I- |
| März 2004: | Colegio de Arquitectos (Quito - Ecuador) (zusammen mit C. Revelo) |
| Oktober 2004: | Galerie 153 (Porto - Portugal) -I- |
| Dezember 2005 Januar 2006: |
Ev. Kirche Wartenberg, Berlin -I- |
| Mai bis November 2007: | Botschaft der Republik Ecuador in Berlin -I- |
| September bis Oktober 2007: | Klosterscheune Zehdenick -I- |
| Oktober 2007: | Galerie 153 (Porto - Portugal) -I- |
| (-I-): EINZEL | (-G-): GRUPPE |
VERÖFFENTLICHUNGEN
1992: Gedichtband „Cartas
a Babel“
1994: Gedichtband „Destellos en el humo“
1995: Wörterbuch der Sprache der Straße „Y qué más?“
1996: Wörterbuch „Y qué más?“ 2. Auflage
2000: Gedichtband „Juego profundo“
2005: Gedichtband „Letztes Gedächtnis – Memoria final“
MITARBEIT:
am Buch „Indice de la narrativa
ecuatoriana“
an der Zeitung „Inside Ecuador“
Mitglied des Redaktionsteams der Beilage „La Hora
Cultural“
am Buch „Ecuador“ Michael Müller Verlag, Deutschland
1998 u. 2002
an verschiedenen Zeitschriften des Landes